Gemeinsam für den Artenschutz

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Film zum Thema Artensterben

Elefantenrettung - Tansania
Elefantenrettung - Tansania
Weidenammer - China
Weidenammer - China
Hambacher Forst - Deutschland
Hambacher Forst - Deutschland

Wir erleben gegenwärtig das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Die natürliche Aussterberate hat sich durch menschliche Einflüsse um etwa das 1.000-fache erhöht. Der Verlust der Biodiversität schafft unkalkulierbare Risiken für die gesamte Weltbevölkerung, da nur funktionierende Ökosysteme ausreichend Nahrung, Wasser, Atemluft oder Medizin zur Verfügung stellen können. Die Bekämpfung des globalen Artensterbens ist daher eine der vordringlichsten Aufgaben, denen sich die Menschheit in diesem Jahrhundert gegenübersieht.

Um auf diese Herausforderung und auf die Schönheit und Einzigartigkeit unseres Planeten aufmerksam zu machen, erstellen wir aktuell einen internationalen Kinofilm zum Thema Artensterben. Anhand eindrucksvoller Bilder aus Tansania, Russland, China, Deutschland und Norwegen wird ein emotionaler und aufmerksamkeitsstarker Film entstehen, der Naturschützer weltweit bei ihrem unermüdlichen Einsatz für den Artenschutz begleitet. Dabei werden die Themen Überfischung, Energiewende, Wilderei und Lebensraumvernichtung an beispielhaften Geschichten erzählt. Wissenschaftler/Innen wie Jane Goodall und Edward Wilson oder Landesvertreter wie Kronprinz Haakon Magnus von Norwegen, ordnen die persönlichen Geschichten in Interviews ein.

Der Rohschnitt des Kinofilms ist bereits erstellt. Aktuell befindet sich der Film in der Fertigstellung, die für das Jahr 2022 geplant ist.


Vogelparadies

Der „stumme Frühling“ ist in Deutschland schon fast Realität: Seit 1950 hat die Gesamtzahl der Vögel bei uns um etwa zwei Drittel abgenommen und schon bald könnte es in Deutschland mehr Menschen als Vögel geben. Exakt die Hälfte unserer Brutvögel steht mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Arten, viele sind bereits komplett verschwunden.

Die industrialisierte Landwirtschaft mit ihren riesigen Ackerflächen und Unmengen von Dünger, Herbiziden und Pestiziden nimmt den Vögeln immer mehr Lebensraum und Nahrung. Mehr als 50 Prozent der Fläche Deutschlands wird heute landwirtschaftlich genutzt. Ohne eine ausreichende Lebengsgrundlage wird das Vogelsterben jedoch ungebremst weitergehen.

Dabei sind die Folgen für unsere Ökosysteme und die menschliche Gesellschaft noch nicht absehbar. Eine intakte Vogelpopulation ist für die Schädlingskontrolle, eine nachhaltig funktionierende Landwirtschaft und damit für den Erhalt unserer Lebensgrundlage von enormer Bedeutung.

Die gute Nachricht: anders als bei Säugetierarten mit großem Raumbedarf, kann Singvögeln schon mit dem Schutz oder der Aufwertung relativ kleiner Flächen effektiv geholfen werden, sofern diese ausreichend Futter und artgerechte Nist- und Ruheplätze enthalten.

Unser Projekt: Im Jahr 2020 haben wir in der Gemeinde Kosel in Schleswig-Holstein eine 3,7 Hektar große Fläche erworben, die bisher als Mais- und Getreideacker genutzt wurde. Wegen ihrer Einbettung in verschiedene Schutzgebiete ist sie als potentiell sehr wertvoll für die Ökologie der Region, insbesondere für die Vogelwelt, einzuschätzen. Aufgrund der bisher betriebenen intensiven Landwirtschaft inklusive des Einsatzes von Kunstdünger, Gülle, Herbiziden und Pestiziden ist auf der Fläche aktuell jedoch kein einziges Vogel-Brutpaar heimisch.

Ziel unseres Projektes ist es, durch die dauerhafte ökologische Aufwertung und reiche Strukturierung der Fläche die Voraussetzungen für die Ansiedlung möglichst vieler heimischer Vogelarten zu schaffen und ihnen langfristig eine neue Heimat zu geben. Das Projekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Im Jahr 2021 haben wir gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein mit der Renaturierung des Ackers begonnen und bereits 2022 könnten erste Bruterfolge möglich sein.


Vielfalt 2030

In den letzten Jahren ist der Bestand der Insekten in Deutschland massiv zurückgegangen. Immer weniger Lebensräume, der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, die zunehmende Lichtverschmutzung und der Klimawandel sind nur einige der möglichen Ursachen, warum es immer weniger Insekten gibt. Dabei sind sie für das Gleichgewicht und Funktionieren unserer Ökosysteme unentbehrlich. Durch die Bestäubung sichern Insekten den Fortbestand von weltweit etwa 90 Prozent aller Pflanzenarten und bilden eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere.

Zusammen mit der Bionade GmbH haben wir die Initiative "VIELFALT 2030" ins Leben gerufen. Unser gemeinsames Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 insgesamt 17 Millionen Quadratmeter Grünfläche insektenfreudlicher zu gestalten. Durch gemeinsame Projekte und Aktionen für mehr insektenfreundliche Balkone, Gärten oder öffentliche Plätze unterstützen wir so aktiv die Artenvielfalt in Deutschland.

Und Sie können mitmachen! Auf der Website "VIELFALT 2030" haben wir zahlreiche Informationen und Tipps zusammengestellt, mit denen jeder Einzelne die Artenvielfalt ganz einfach in seinem Umfeld schützen und fördern kann. Denn jeder Quadratzentimeter, den wir begrünen, artengerecht gestalten oder einfach wild wachsen lassen trägt dazu bei, die Biodiversität zu bewahren.

Werden Sie Teil unserer Initiative für mehr Vielfalt und registrieren Sie Ihre begrünte Fläche in unserem Netzwerk "Insektenparadies". Gemeinsam können wir es schaffen, 17 Millionen Quadratmeter Fläche insektenfreudlicher zu gestalten und so zum Erhalt der Artenvielft in Deutschland beizutragen.


PETITION "ARTENSCHUTZ INS GRUNDGESETZ"

Um den Schutz der Biodiversität in Deutschland zu stärken starteten wir im Jahr 2019 Jahr unsere Petition "Artenschutz ins Grundgesetz!". Mit Ihrer Hilfe sammelten wir über 110.000 Unterschriften. Im Oktober 2020 wurden alle Unterschriften mit einem persönlichen Anschreiben direkt an die Parteivorsitzenden aller Parteien im Bundestag gesendet. Zugleich starteten wir eine Kampagne in vielen Online-Medien.

Die Petition hat für viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bei den Parteien und zuständigen Ministerien gesorgt und wir sind optimistisch, dass unsere Forderung den politischen Diskurs in Deutschland nachhaltig anregen wird.

Vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung!

Unsere Forderung: In Deutschland ist circa ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Die Biodiversitätsverlust bedroht die ökonomische und ökologische Zukunft unseres Landes. Daher muss der Schutz der Biodiversität höchste Priorität erhalten und im Grundgesetz verankert werden. Dafür schlagen wir vor in Artikel 91a des GG eine dritte Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern festzuschreiben.

"3. Verbesserung des Biodiversitäts-Schutzes und Sicherstellung der Ökosystemleistungen."

Der Biodiversitätsschutz kann nur als Gemeinschaftsaufgabe sichergestellt werden, da weder Bund noch Länder allein die Möglichkeit haben, ausreichende Maßnahmen zu ergreifen. Die vorgeschlagene Änderung von Artikel 91a würde die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Warum wollen wir das Grundgesetz ergänzen? Artenschutz ist von existenzieller Bedeutung für unsere Zukunft. Ohne Artenvielfalt kann die Natur uns die so genannten "Ökosystemleistungen" nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen, dazu gehören u.a. die Bereitstellung von sauberer Luft, Trinkwasser und fruchtbaren Böden.

Um diese Systemleistungen sicherzustellen, muss die Biodiversität möglichst vollumfänglich erhalten bleiben. Es ist anzustreben, dass Bund und Länder bei dieser Aufgabe zusammenarbeiten, da die föderalen Gebiets- und Zuständigkeitsgrenzen den Funktionsweisen von Natursystemen nicht gerecht werden.


Kontakt

  • BIODIVERSITY FOUNDATION
  • Grindelhof 68
  • 20146 Hamburg
  • Deutschland

info@biodiversity-foundation.com


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